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Algarve - Als mich das Glück entdeckte.

Wenn mich jemand fragen würde, wo das schönste Fleckchen Erde sei, würde ich nur antworten: Praia da Cordoama.

 

Portugal hatte ich zuvor nie wirklich einbezogen, wenn es um Traumreiseziele ging. Dennoch bereiste ich bereits 2015 das wunderschöne Portugal, genauer die sehenswerte Algarve. Da uns eine Woche eindeutig zu wenig waren, um die atemberaubende Küste zu erkunden, beschlossen wir uns 2017 noch einmal auf dieses Abenteuer einzulassen. Wie zuvor 2015 mieteten wir uns zu Beginn ein super komfortables Apartzimmer außerhalb von Albufeira, um den Touristenmassen auszuweichen. Albufeira selbst, war früher klein, ist es jedoch heute definitiv nicht mehr. Leider wird es mit Touristen überströmt, die dem Anschein nach nur zum Feiern hingehen und die Schönheit dieser Gegend wohl nicht wertschätzen. Die Altstadt von Albufeira ist dennoch sehr sehenswert, jedoch sollte man diese besser bei Tag genießen, wenn der Tourist sich von der Nacht zuvor am Strand erholt.

Abenteuer sind zum Leben da

Also machten wir uns dieses Mal mit einer Portugal Landkarte (richtig Oldschool) und einem kleinen Mietwagen auf den Weg entlang der Küste. Nach verschiedenen Stopps bei der Benagil-Höhle, der wunderschönen Altstadt von Lagos und natürlich der Letzten Bratwurst vor Amerika hielten wir an einem Supermarkt in Vila do Bispo. Zuvor sind mir als Beifahrer und Kartenleser bereits Straßenschilder mit der Aufschrift „Praia“ aufgefallen. Als wir nach dem Einkaufen in einem Kreisverkehr versehentlich falsch abbogen, bemerkten wir erneut die „Praia“-Schilder.

Da wir kein bestimmtes Ziel hatten, folgten wir der Beschriftung, welche uns zunächst durch den kleinen Ort Vila do Bispo führte. Weiter folgten wir dem sehr langen Straßenverlauf der M1265, welcher zu dem Kommentar „Hoffentlich lohnt sich der Strand auch“ führte. Nach einer Weile folgte eine Gabelung mit mehreren Schilden:

 

 

Links: Praia do Castelejo, Surfing School

 

Rechts: Praia da Cordoama

 

 

Da die Straße der linken Spur eher einer Schotterstraße glich, entschieden wir uns zunächst für die rechte Abzweigung. Nach und nach konnte man die ersten Meeresumrisse erkennen. Die Straße endet in einem kleinen Parkplatz mit sehr vielen VW Bullis. Glücklicherweise ergatterten wir noch einen freien Parkplatz. Mit der Kamera in der Hand gingen wir einen Steg entlang, der an einem kleinen Restaurant mit verschiedenen Paella-Varianten vorbei führt. Man muss einige Schritte über den Sand gehen, um bis vor an das Meer zu kommen: Aber es lohnt sich!

Und das Glück fand uns

Ich stand am Meer und wusste nicht, ob ich zuerst nach rechts oder links schauen sollte! Rechts schien der Strand endlos zu sein. In der Ferne ragen Felsen in die Höhe, gegen welche Wellen prallen. Dadurch entsteht ein Sprühnebel, der den Anblick surreal erscheinen lässt. Er verleiht der Praia da Cordoama zusätzlich das gewisse Etwas. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Noch nie zuvor hatte ich so etwas Schönes gesehen.

 

Als ich nun an diesem Strand stand, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Wären wir am Kreisverkehr in Vila do Bispo nicht falsch abgefahren, um dann den Schildern in Richtung "Praia" zu folgen, hätte uns das Glück niemals gefunden. Und JA!! Praia da Cordoama lohnt sich! Es lohnt sich auch ein zweites oder drittes oder sogar viertes Mal wieder zu kommen!! Selten hatte ich so ein Glücksgefühl und Freudentränen in den Augen! Und vor allem ist dieser Strand fast menschenleer. Man kann einige Surfer beobachten oder Gleitschirmflieger, auch Einheimische, die mit ihren Hunden kommen, aber keine Touristen. Als ich mich nach Links wendete, erstreckte sich die gleiche Kulisse neben mir wie zuvor. Was sollte ich nur zuerst fotografieren? Ich wollte diesen Moment, dieses Glück, festhalten und nie wieder los lassen. Man möchte diesen Strand festhalten und ihn nie wieder gehen lassen. Nachdem wir ein Stück entlang spazierten, setzen wir uns für eine lange Zeit in den Sand, um diese unvergessliche Landschaft auf uns wirken zu lassen und genossen unser Glück, das uns zu diesem wundersamen Ort führte.

 

Wir kamen noch zwei weitere Male an die Praia da Cordoama, da wir keinen Strand fanden, der uns so verzauberte und glücklich machte. Als wir widerwillig die Praia da Cordama verließen und erneut an der Gabelung zur Praia do Castelejo vorbeikamen, entschieden wir uns für einen kurzen Abstecher zu diesem Strand. Dieser ist um einiges kleiner als unser Märchenstrand und auch felsiger, jedoch ebenso sehenswert.

 

Diesen fantastischen Moment werde ich nie wieder vergessen, und ja, ich bin mir sehr sicher, dass wir hierher zurückkommen werden.

 

Die Praia da Cordoama liegt an der Westküste der Algarve, daher ist es sehr frisch und windig (wir besuchten diesen Strand im September). Ins Meer trauten wir uns nur mit den Fußspitzen, da das Wasser doch sehr aufgewühlt war, natürlich nichts im Vergleich zu Nazaré, aber dennoch nicht ungefährlich und vor allem sehr kalt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Uddddaaaaaaa (Montag, 02 April 2018 17:27)

    Liebe Laura, es macht viel Spaß deine Reiseberichte zu lesen. Fühlt sich so an als wäre man mitten dabei.
    Musste auch paar mal lachen, weil ich es schön finde wenn du von deinem Lieblingsmensch schreibst
    :-))

    Liebe Grüße